Antirassistische Sprache

In diesem Blogartikel erfahren Sie, wie Sie antirassistisch kommunizieren und mit rassistischen Äusserungen umgehen können. Die Geschichte des Rassismus wird genauso thematisiert wie aktuelle Beispiele. Am Schluss lesen Sie das Interview mit Sherefedin Mussa. Er ist selbst von Rassismus betroffen und arbeitet beim NCBI. Das National Coalition Building Institute Schweiz, auch Brückenbauer-Institut genannt, setzt sich unter anderem mit Workshops für den Abbau von Vorurteilen, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art ein.

Rassismus – eine Art der Diskriminierung unter vielen

Im Blogartikel «Inklusive Sprache – Fragen und Antworten» haben wir gelernt, dass Rassismus eine von vielen Diskriminierungsformen ist:

DiskriminierungsformKategorieNormAbweichung
SexismusGeschlechtmännlichweiblich
Rassismus«Rasse»weiss, einheimisch, christlichPeople of Color, fremd, nicht-christlich
AbleismusGesundheitszustandgesundkrank
Klassismussoziale Schichtreicharm
Homophobiesexuelle Orientierungheterosexuellhomosexuell, bisexuell usw.
Trans-/Inter-PhobieGeschlechtsidentitätcis-geschlechtlichtrans-/inter-geschlechtlich
AltersdiskriminierungAlterje nachdem, meistens jungje nachdem, meistens alt
LookismAussehenschön, schlankhässlich, dick
SpeziesimusSpeziesMenschTier
Tabelle 1: verschiedene Diskriminierungsformen

Vorab ist wichtig zu betonen, dass wir alle in einer rassistischen Welt leben und deshalb nicht vor Rassismus gefeit sind. Das war die schlechte Nachricht, die gute lautet: Wir können etwas dagegen tun, indem wir Vorurteile und Privilegien hinterfragen (vgl. Hielscher, o. J.). Da wir rassistisch sozialisiert wurden, müssen wir Rassismus (und Sexismus usw.) verlernen. Doch was ist Rassismus genau?

Definition

Gemäss dem Nachschlagewerk «Wie Rassismus aus Wörtern spricht» fasst der Begriff verschiedene Diskriminierungsmuster zusammen, wie zum Beispiel «Rassismus gegen Schwarze Menschen, gegen Jüdinnen und Juden (Antisemitismus), gegen Sinti und Roma (Antiziganismus) und gegen Muslim_innen». Diesen ist gemeinsam, dass «zwischen Weißen und den von ihnen jeweils als ›anders‹ hergestellten Menschen und Gesellschaften» Hierarchien entstehen. Die konstruierte Minderwertigkeit der Nichtweissen basiert auf der Erfindung von körperlichen Unterschieden. Den verschiedenen «Rassen» werden dabei «bestimmte soziale, kulturelle und religiöse Eigenschaften und Verhaltensmuster zugeschrieben. Die so hergestellten Unterschiede werden verallgemeinert, verabsolutiert und hierarchisiert.» (Arndt, 2011b, S. 38–39)

Historische Perspektive

Diese Prozesse beginnen im antiken Griechenland, «da bereits die Theorie zur Sklaverei von Aristoteles auf der Grundannahme basiert, Menschen ließen sich nach biologischen Kriterien unterteilen». Das Christentum übernahm die damals entstandene Farbsymbolik, wonach die schwarze Farbe der weissen unterlegen war. Das ideologische Fundament war demnach bereit, «als das weisse Europa im 16. Jahrhundert die Welt überfiel, sich Territorien und Reichtümer anderer Kontinente aneignete und Menschen millionenfach versklavte, deportierte und ermordete.»

Die Kolonialisierung wurde damit legitimiert, dass der weisse Mann die Nichtweissen zivilisieren und modernisieren müsse. In den folgenden Jahrhunderten wurde diese Ideologie von der Wissenschaft immer weiter untermauert, bis der Rassenwahn im 20. Jahrhundert im deutschen Genozid an Jüd:innen sowie Sinti:ze und Rom:nja gipfelte.

Heute erscheint die Erfindung verschiedener Menschenrassen – weiss, schwarz, gelb und rot (vgl. Hasters, 2019, S. 27) – lächerlich und die Existenz ist wissenschaftlich widerlegt, doch leider ist Rassismus noch nicht Geschichte.

Unschuldige Zivilist:innen werden von der Polizei am helllichten Tag ermordet, dies wird in einer Schweizer Politsendung unter dem Titel «Jetzt reden wir Schwarzen» von drei weissen Menschen und einem Schwarzen Komiker besprochen, in einer deutschen Talkrunde finden weisse, privilegierte Menschen, dass das Z-Wort nicht rassistisch sei, und ein weisser, alter Mann besteht auf dem M-Wort für seine Schokoküsse.

Aktuelle Beispiele

Nach der Tötung von George Floyd am 25. Mai 2020 wurde die 2013 in den USA gegründete Black-Lives-Matter-Bewegung wieder aktiv. Ab Anfang Juni demonstrierten auch auf anderen Kontinenten immer mehr Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Das Schweizer Fernsehen thematisierte dies ebenfalls, und zwar unter anderem am 12. Juni 2020 in der Politsendung Arena, unter dem Titel «Jetzt reden wir Schwarzen» (vgl. Brotz, 2020a). Angesichts des Mottos wurde die Auswahl der Gesprächsteilnehmer:innen scharf kritisiert, denn in der Hauptrunde standen

  • die weisse Polizistin und SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler,
  • die weisse SP-Nationalrätin Samira Marti,
  • der weisse Sprecher der Republican Overseas Switzerland, James Foley, und
  • der Schwarze Comedian Kiko.

In der zweiten Reihe sassen zwei Schwarze, und zwar

  • Angela Addo, Juso-Mitglied und Mitorganisatorin der Kundgebung «Black Lives Matter» und
  • Gabriella Binkert, Präsidentin der SVP Val Müstair.

Zudem gab es ein Gespräch mit dem Schwarzen Manuel Akanji, Schweizer Fussballer bei Borussia Dortmund.

Die Entrüstung über die mangelnde Repräsentation der Betroffenen war gross. Die Redaktion lernte aus ihrem Fehler und organisierte eine Woche später eine Arena-Sendung mit dem Titel «Jetzt sitzen wir an einen runden Tisch» (vgl. Brotz, 2020b). Am runden Tisch:

  • Schwarze Frauen, nämlich erneut Angela Addo und Gabriela Binkert, zudem
  • Fatima Moumouni, Spoken-Word-Poetin, Kolumnistin und Moderatorin, sowie
  • Jovita Dos Santos Pinto, Kulturwissenschaftlerin und Mitgründerin des Netzwerks Schwarzer Frauen «Bla*Sh».

In der zweiten Reihe: Schwarze Menschen, darunter eine Journalistin, ein Soziologe, eine Kulturwissenschaftlerin und ein FDP-Gemeinderat. Es wurde nicht mehr darüber diskutiert, ob es Rassismus in der Schweiz überhaupt gibt, sondern wie er sich zeigt und was es für Lösungen gibt.

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) beging einen ähnlichen oder schlimmeren Fauxpas. In «Die letzte Instanz – Der Meinungstalk mit Steffen Hallaschka» debattieren vier weisse, privilegierte Deutsche aus der Unterhaltungsbranche über Rassismus und ob man das Z-Wort noch sagen darf (vgl. Hallaschka, 2021). Das Niveau: Stammtisch. Das Fazit: Die Studiogäst:innen sind sich einig, die Betroffenen sollen mal nicht so empfindlich sein. Die weisse Schauspielerin Janine Kunz meint zum Beispiel: «Vielleicht fangen wir mal an, einfach alle lockerer zu werden!» Die Rassismuserfahrung von Thomas Gottschalk: Als er sich an einer Party als Jimi Hendrix verkleidet, kann er dank Blackface zum ersten Mal nachempfinden, wie sich ein Schwarzer fühlt.

Nach der Wiederholung dieser Folge am 29. Januar 2021 wird die Auswahl der Gesprächsteilnehmenden stark kritisiert, beispielsweise von der afrodeutschen Journalistin und Autorin Alice Hasters:

«Das Problem ist, dass diese Menschen nicht so richtig beurteilen sollten, ob das jetzt rassistisch oder schlimm ist oder nicht. Sondern sie sind angehalten zu respektieren, dass die Menschen, die davon betroffen sind, schon jahrelang gesagt haben, dass sie es rassistisch finden. Und nicht nur finden, sondern dass das auch historisch und strukturell begründet ist.»

Sie fordert Diversität in den Medien, damit die gesellschaftlichen Debatten besser und relevanter werden (vgl. Hofer, 2021). Das sieht auch die verantwortliche WDR-Unterhaltungschefin ein, welche sich für die Sendung entschuldigt, genau wie zwei der Gäst:innen.

Für Gianni Jovanovic, deutscher Roma-Aktivist, Autor und Performer, war die Diskussion verletzend, traumatisierend und herabwürdigend. Besonders, wie über den deutschen Zentralrat der Sinti und Roma gesprochen wurde. Es brauche mehr Wissen über die historische Verwendung von Begriffen, um zu verstehen, warum das Z-Wort rassistisch ist (vgl. Hofer, 2021).

Als Reaktion darauf und um zu zeigen, dass es auch anders geht, produziert die iranisch-deutsche Comedienne Enissa Amani die Diskussionssendung «Die beste Instanz» vom 9. Februar 2021 (vgl. Amani, 2021). Mit dabei:

  • der bereits erwähnte Roma-Aktivist Gianni Jovanovic,
  • die Autorin und Kommunikationssoziologin mit Schwerpunkt Schwarzer deutscher Geschichte Natasha A. Kelly,
  • die Islamwissenschaftlerin mit Fokus Rassismus und Islamismus Nava Zarabian,
  • der Antisemitismusforscher und Autor Max Czollek und
  • der Journalist, Antirassismusexperte und Autor Mohamed Amjahid.

Dafür bekommt sie 2021 den Grimme Online Award. Schade, dass es der WDR nicht geschafft hat, qualifizierte und von Rassismus betroffene Menschen zu Wort kommen zu lassen.

Das alles sind Beispiele für rassistisches Denken, Sprechen und Handeln, wovon es noch viele mehr gibt (vgl. die Reportage über Angélique Beldner, die erste Schwarze News-Moderatorin des Schweizer Fernsehens, Winzenried, 2020 oder ihr Buch «Der Sommer, in dem ich Schwarz wurde», Beldner & Dean, 2021).

Als Linguistin interessiere ich mich natürlich besonders für die Sprache. Auf dieses Thema bezogen heisst das: inklusive Sprache im Allgemeinen und antirassistische Sprache im Besonderen.

In diesem Kontext fiel die kürzlich im Tages-Anzeiger erschienene Kolumne «Darf ich ‹Farbiger› sagen?» negativ auf. «Wird die Welt besser, wenn ich bestimmte Wörter nicht mehr verwende?», das fragt sich die Kaltërina Latifi (2021), eine weisse Schweizer Literaturwissenschaftlerin und Essayistin kosovarischer Herkunft. Sie wurde von einem Leser dafür kritisiert, dass sie in einem anderen Artikel «Farbiger» schrieb und fragt sich nun, welcher Begriff angemessen wäre. Kann man Schwarze sagen, auch für «alle ihrem Teint nach nicht vollwertig Schwarze»? Und ist «Farbige» nicht einfach die deutsche Übersetzung für People of Color? Und ist Letzteres nicht schon längst überholt, heisst es neu BAME: Black, Asian and Minority Ethnic? Doch ist das dann nicht eher rassistisch, wenn man alle Minderheiten in einem Topf wirft? Und was bringt es der Welt überhaupt, wenn man auf Wörter verzichtet?

Die Reflexion der Autorin ist zu begrüssen, ihr Vorgehen bei der Suche nach einem passenden Begriff allerdings weniger. Zunächst könnte sie ganz einfach im Online-Duden nachschauen. Dort steht nämlich:

«Die Bezeichnungen Farbiger, Farbige wurden häufig im Zusammenhang mit Rassentheorien und Rassentrennung verwendet und gelten deshalb als problematisch.»

Als Alternativen werden die Eigenbezeichnungen Afrodeutscher, Afrodeutsche genannt.

Das gibt schon mal einen Anhaltspunkt. Wer mehr wissen will, kann auch andere Wörterbücher oder Lexika konsultieren. Empfehlenswert ist besonders das kritische Nachschlagewerk «Wie Rassismus aus Wörtern spricht», welches auch einen Eintrag zum Begriff «Farbig/e» enthält (Sow, 2011, S. 684): «Koloniale Bezeichnung, die Menschen rassisch einordnen möchte.» Alternativen: Schwarz/e und People of Color (PoC).

Nach dieser Recherche sollte klar sein, dass der Begriff rassistisch ist und es Alternativen gibt. Doch wer mehr zum Thema Rassismus und passenden Eigenbezeichnungen erfahren möchte, kann sich auch an Antirassismus-Expert:innen wenden: Fachstellen, Vereine, Black Lives Matter Switzerland usw. Es sollte nicht so schwierig sein, sofern man auch will. Ich bin motiviert – und verschaffe mir einen Überblick über rassistische Begriffe und ihre Alternativen.

Sprache und Rassismus – der Umgang damit

Es gibt verschiedene Hilfsmittel. Abgesehen vom bereits genannten Rassismus-Wörterbuch sei der Glossar der neuen deutschen Medienmacher:innen erwähnt, der mit wenigen Anpassungen auch auf den Schweizer Kontext übertragbar ist:

«Die deutsche Gesellschaft hat sich verändert, sie ist bunter geworden. Das sollte sich in der Berichterstattung wiederfinden. Gleichzeitig müssen Journalist*innen oft vereinfachen, um komplizierte Sachverhalte für Mediennutzer*innen kurz und verständlich darzustellen. Manchmal führt das zu einem Dilemma: Wie beschreibe ich die Gruppe, der jemand zugehört? Wie beschreibe ich die anderen? Und wo ist diese Trennung wirklich nötig?

Zunächst ist es sinnvoll, die Protagonist*innen zu fragen, wie sie sich selbst nennen würden. Das ist allerdings nicht immer möglich. Zudem kann man bei der Beschreibung von Gruppen nicht davon ausgehen, dass alle dieselbe Präferenz haben.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-e)

Es geht also darum, Fremdbezeichnungen zu vermeiden und stattdessen Selbstbezeichnungen zu verwenden. Obschon diese Bezeichnungen innerhalb der Gruppe umstritten sein können und manchmal ändern.

Die nachfolgende Tabelle fasst einige problematische Begriffe zusammen und zeigt Alternativen auf:

Zu vermeidende BegriffeBeschreibungEmpfohlene Bezeichnungen
Farbige/farbig«Farbige/farbig ist ein kolonialistischer Begriff und negativ konnotiert. Eine Alternative ist die Selbstbezeichnung People of Color (PoC, Singular: Person of Color). Begriffe wie «Farbige» oder «Dunkelhäutige» lehnen viele People of Color ab. Die Initiative «der braune mob e. V.» schreibt: «Es geht nicht um ‹biologische› Eigenschaften, sondern gesellschaftspolitische Zugehörigkeiten.» Um das deutlich zu machen, plädieren sie und andere dafür, die Zuschreibungen Schwarz und Weiß groß zu schreiben.   Eine alternative Schreibweise ist, weiß klein und kursiv zu schreiben.» (Amnesty International, o. J.)People of Color (PoC, Singular: Person of Color) oder Schwarz (grossgeschrieben) (vgl. Amnesty International, o. J.)
Flüchtling«Sprachlich ist der Begriff »Flüchtling« umstritten. So sind Worte mit dem Ableitungssuffix »-ling« im Deutschen verkleinernd und teils negativ konnotiert (Vgl. Eindringling, Schönling, Schädling etc.). Gleichzeitig werden Menschen durch die Bezeichnung »Flüchtling« auf einen Teil ihrer Biografie reduziert.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-a)Geflüchtete, Schutzsuchende oder ggf. Geschützte Personen (vgl. Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-a)
Mischehe«beruht als Begriff auf der Rassentheorie und wurde vor allem im Zuge der »Rassenhygiene« zur Zeit des Nationalsozialismus verwendet.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-b)Binationale, bikulturelle oder ggf. interreligiöse Ehe. (vgl. Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-b)
Mischling«ist als Bezeichnung dem Tierreich entlehnt und beruht auf der Rassentheorie.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-c)«Ist die Information relevant, kann die Herkunft der Eltern konkret benannt werden.» (Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-c)
MohrenkopfDer Begriff ist veraltet und heute diskriminierend (vgl. Duden, o. J.).Schokokuss (vgl. Duden, o. J.)
N-Wort«Das deutschsprachige ›N-Wort‹ geht auf lateinisch niger, spanisch und portugiesisch negro sowie französisch nègre zurück, wo es ›schwarz‹ bedeutet. Aus der simplen Farbbezeichnung wurde ein rassifizierendes, sich sprachübergreifend etablierendes Konzept, als im Zuge des kolonialen Großmachtstrebens europäische Mächte Millionen Afrikaner_innen versklavten und zur Legitimierung der Gewaltexzesse den Mythos einer Existenz von ›Rassen‹ kreierten.» (Arndt, 2011a, S. 653)Schwarze Menschen, Schwarze, Schwarze Schweizer:innen, Afroschweizer:innen, People of Color (vgl. Arndt, 2011a, S. 656–657; vgl. Gültekin, 2020)
Z-Wort«Der Begriff ›Zigeuner_in‹ ist keine Eigenbezeichnung der Roma und Sinti, sondern eine Fremddefinition mit ungeklärter Etymologie.» Er wurde «als Sammelbegriff benutzt, um unterschiedliche, als mobil verortete Gruppen zu markieren, zu kriminalisieren und auszugrenzen.» (Randjelovic, 2011, S. 671)In der Schweiz: Roma, Sinti und Jenische oder Jenische und Sinti (vgl. Bundesamt für Kultur, o. J.). in Deutschland: Sinti und Roma oder Roma und Sinti   genderneutral: Jenische, Sinti*ze und Rom*nja (vgl. Neue deutsche Medienmacher*innen, o. J.-d)
Tabelle 2: Zu vermeidende und empfohlene Begriffe

Zusammengefasst könnte Frau Latifi je nach Gruppe folgende Selbstbezeichnungen verwenden:

  • Schwarze Menschen,
  • Schwarze,
  • Schwarze Schweizer:innen,
  • People of Color oder
  • Afroschweizer:innen.

Natürlich gibt es nicht nur Schwarz und weiss, sondern unsere Hautfarben verteilen sich auf einem Kontinuum, wie bei Gender und anderen konstruierten binären Einteilungen. Die Frage ist berechtigt, warum wir überhaupt Menschen kategorisieren. In einer diskriminierungsfreien, inklusiven Welt käme unser Wortschatz ohne diese Bezeichnungen aus. Doch diese Denkmuster sind nach wie vor wirkungsmächtig und verschwinden nicht einfach, indem wir nicht mehr darüber sprechen.

In der Kommentarspalte ihres Artikels erwähnen viele die negative Konnotation von «Schwarz». Das ist aufgrund der historisch gewachsenen Farbsymbolik verständlich, wie diese Beispiele zeigen: schwarzfahren, schwarzsehen, Schwarzmalerei und Schwarzarbeit. Es ist auch nachvollziehbar, dass Menschen – besonders Journalist:innen – gerne Synonyme verwenden, um ihre Sprache lexikalisch diverser zu machen. Darin haben rassistische Synonyme allerdings nichts zu suchen, da betroffene und qualifizierte Menschen darüber entscheiden dürfen sollten, wie sie heissen.

Diese Tatsache scheinen viele Weisse noch nicht akzeptieren zu wollen, wie zum Beispiel ein Schweizer Süssigkeiten-Hersteller und seine Fans (vgl. Rathgeb, 2020). Wie reagiert man am besten, wenn jemand rassistische Begriffe benutzt?

Die Texterin und Business-Coachin Lilli Koisser (2020) empfiehlt aufgrund eines Workshops des österreichischen Vereins ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit folgendes Vorgehen, welches sich speziell auf den Unternehmenskontext im Kontakt mit rassistischen Kund:innen bezieht:

«1. Benennen – «Diese Aussagen waren rassistisch und diskriminierend.»

2. Teilen, was es mit dir macht – «Damit fühle ich mich nicht wohl und es verstößt gegen meine Werte.»

3. Etwas fordern oder deine Konsequenzen kommunizieren – «Mit dieser Dame möchte ich nicht mehr arbeiten / Ich steige aus dem Projekt aus / Solche Aussagen dürfen nicht mehr vorkommen» (je nachdem, womit du dich wohlfühlst).»

Das Vorgehen ist bestimmt nicht auf alle erdenklichen Situationen anwendbar, doch es klingt nach einer Handlungsanleitung, die man wenn nötig anwenden kann.

Aus dem Buch von Alice Hasters «Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten» nehme ich mit, dass das Benennen von Rassismus oft sehr anstrengend sein kann, weil sich das Gegenüber dann sofort angegriffen fühlt, sich wahrscheinlich über Politische Korrektheit beschwert und darüber, dass man «heute ja gar nichts mehr sagen dürfe». Das Problem wird somit bei den Betroffenen verortet. Dieses Phänomen nennt man Täter:innen-Opfer-Umkehr; es ist auch bei Vergewaltigungen zu beobachten (vgl. 2019, S. 14–15). Es ist hingegen möglich, Rassismus indirekt mit Gegenfragen zu entlarven:

«Woher kommst du?» – «Aus Bern.» –«Ok, aber woher kommst du wirklich?» – «Würdest du diese Frage einer weissen Person auch stellen?»

Das Problematische beim hartnäckigen Fragen nach der ursprünglichen Heimat ist gemäss Hasters, dass es nur nicht-weissen oder «nicht-einheimisch aussehenden» Menschen passiert und ihnen signalisiert wird, dass sie nicht richtig dazugehören. Die Frage nach der Herkunft darf gestellt werden, aber ohne Nachbohren und am besten nicht gleich beim Kennenlernen (vgl. Hasters, 2019, S. 21–26).

Interview

Nach dieser Recherche fühle ich mich genügend informiert und möchte selbst mit einer betroffenen und qualifizierten Person sprechen. So führe ich am 20. August 2021 ein Zoom-Interview mit Sherefedin Mussa vom NCBI.

Was ist das NCBI und was bietet es an?

NCBI ist die Abkürzung für National Coalition Building Institute, welches ursprünglich aus den USA stammt. Es ist ein konfessionell und parteipolitisch neutraler Verein, der sich gegen Rassismus und jegliche Art von Diskriminierung, für die Integration von Geflüchteten, für Gewaltprävention und konstruktive Konfliktlösung einsetzt. Dies anhand von Kursen, Workshops, Vorträgen, Stadtrundgängen und Ähnlichem. Ein Beispiel sind die Peacemaker-Projekte in den Schweizer Schulen: Schülerinnen und Schüler werden ausgebildet, um bei Konflikten schlichtend einzuschreiten.

Wie lange arbeitest du schon für das NCBI? Was ist deine Position?

Ich arbeite schon seit fünf Jahren Teilzeit für das NCBI. Nun habe ich mein Studium in Sozialpädagogik abgeschlossen und bin seit August 2021 80 % für das NCBI tätig. Ich leite verschiedene Projekte, die mit Geflüchteten und mit Integration zu tun haben. Zum Beispiel ein partizipatives Projekt, damit die Stimmen von Geflüchteten gehört werden. Beim NCBI bin ich auch Kulturvermittler und Brückenbauer. Momentan werde ich zudem darauf vorbereitet, ein Mitglied der Geschäftsleitung zu werden. [Aktualisierung vom 9.2.2022: Er ist seit 2022 Mitglied der Geschäftsleitung.]

Ich beschäftige mich beruflich, unter anderem für mein Angebot Diversity-Lektorat, intensiv mit inklusiver Sprache. Wie kann man sprechen, ohne andere zu diskriminieren?

Zuerst einmal müssen wir wissen, wie Diskriminierung entsteht. Gemäss unserem Leitbild kommt niemand mit Vorurteilen zur Welt. Wie entwickelt man diese Vorurteile? Wir erlernen sie etwa in der Familie, mit Freunden, in der Peergroup, in der Schule, von den Medien usw. Wenn wir dann einer Person begegnen, gegenüber welcher wir Vorurteile haben, dann entstehen unangenehme Gesprächssituationen.

In unseren Kursen lehren wir vom NCBI, wie man damit umgehen kann. Es gibt drei Strategien. Erstens, Rassismus zu ignorieren. Zum Beispiel, wenn mir jemand sagt: «Hey du, Flüchtling, geh zurück nach Afrika.» Wenn ich das ignorieren möchte, dann kann ich beispielsweise weggehen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, zurückzugeben. Das heisst, die andere Person ebenfalls zu beleidigen. Das hilft aber auch nicht. Die dritte Möglichkeit lautet, nachzufragen und zu hinterfragen – bis man rausfindet, was der Grund ist, warum diese Person so etwas gesagt hat. Das Ziel dabei ist, dass sie so Vorurteile abbaut.

Unserer Meinung nach ist die dritte Möglichkeit die beste Strategie. Doch es ist nicht einfach, es braucht mehrmaliges Üben, bis man imstande ist, ein gutes Gespräch zu führen – ohne Aggressivität, mit ruhigem Ton und kontrollierter Mimik. Beim Beispiel von vorhin würde ich nachfragen: «Warum muss ich zurück nach Afrika?» Dann antwortet die Person vielleicht: «Ihr kommt hierhin und arbeitet nicht!» – «Warum denkst du, dass alle Geflüchteten nicht arbeiten?» … bis zu dem Punkt, dass der Person klar wird: «Aha, vielleicht habe ich Angst, meinen Job zu verlieren, weil es viele Geflüchtete in der Schweiz hat.» Das könnte ein Grund sein, oder dass die Person unangenehme Erlebnisse mit Geflüchteten hatte. So sind eventuell Vorurteile entstanden und die Person äussert sich dann rassistisch.

Weiter kann man sich an eine Fachstelle wenden. Unsere Gesetze erlauben es, Rassismus anzuzeigen. Doch das ist ein langwieriger Prozess und es braucht vor allem Beweise. Das NCBI ist keine solche Fachstelle. Wir wollen Menschen befähigen, Gespräche zu führen, um rauszufinden, wieso diese Person so reagiert. Die Übungen, die wir in unseren Workshops machen, sind nicht immer einfach. Theoretisch sehen sie einfach aus, aber praktisch nicht, denn:

Man muss seine Gefühle kontrollieren. Wenn man mich zum Beispiel mit dem N-Wort beschimpft, dann fühle ich zuerst Hass und Wut. Wie gehen wir damit um? Das Ziel lautet, die Menschen zum Nachdenken zu bringen.

Sherefedin Mussa, National Coalition Building Institute

Wenn wir nur ignorieren oder zurückgeben, dann ändern sich die Einstellungen nicht. Sobald wir mit der Person ein Gespräch führen können, ist es möglich, dass sie ihre Einstellungen ändert.

Kannst du von einer Rassismuserfahrung in der Schweiz erzählen?

Vor einigen Jahren wollte ich einmal mit einem Freund von Luzern nach Mailand fahren. Ich ging an den SBB-Schalter und sagte: «Ich brauche zwei Billette, eines von Luzern bis Mailand und eines von Chiasso bis Mailand.» Die Beamtin hat mir die Fahrausweise gegeben und sie stimmten nicht mit meinem Auftrag überein: Beide waren von Luzern bis Mailand gültig. Ich wiederholte meine Bestellung und bekam die Antwort: «Ja, aber Sie können nicht schwarzfahren!» Das ist schon ein Vorurteil; sie hat einen geflüchteten Menschen gesehen und sich nicht überlegt, dass dieser ein GA haben könnte oder sich bereits ein Ticket bis Chiasso gekauft hätte. In diesem Moment wusste ich nicht, wie ich reagieren sollte. Ich war total wütend und hätte geschimpft, wenn ich geantwortet hätte. Deshalb habe ich ihr die Tickets zurückgegeben: «Ist gut, danke, ich brauche kein Billett mehr». Sie wurde wütend und ich bin weggegangen.

Ich habe also die erste Strategie gewählt, das Ignorieren. Aber wenn mir das heute passierte, würde ich anders reagieren. Zunächst würde ich versuchen, mit ihr ein Gespräch zu beginnen: «Wieso denken Sie, dass ich schwarzfahren will?», «Wieso denken Sie, dass ich kein GA oder kein Ticket bis Chiasso haben könnte?» usw. Dies, bis sie sich entschuldigt. Falls es eskaliert, würde ich ihren Vorgesetzten verlangen.

Manchmal ist es schwierig, weil man nicht vorbereitet ist, ein solches Gespräch zu führen. Ich habe das damals nicht erwartet. Plötzlich kommt das, und man weiss nicht, wie man reagieren soll. Oft ist es ein Schockmoment. Für geflüchtete Menschen ist es noch schwieriger, angemessen zu reagieren oder sogar ein Gespräch zu führen, wenn man die Sprache noch nicht gut kann.

Was wünschst du dir?

Ich wünsche mir vor allem Zivilcourage. Einmal wartete ich am Bahnhof auf einen Zug und ein Betrunkener kam mir ganz nahe und sagte: «Go home!» Ich entgegnete: «I AM home!» Er wiederholte: «Go back to Africa!» Ich hätte mir gewünscht, dass jemand interveniert hätte, egal wie. Ich fühlte mich ohnmächtig. In Eritrea greifen Fremde viel schneller ein, in der Schweiz schauen die Menschen eher weg. Es spielt keine Rolle, wie genau man eingreift und was man sagt, sondern dass sich Betroffene dadurch weniger allein und ohnmächtig fühlen.

Zudem wünsche ich mir, dass die Menschen sich reflektieren. Denn Worte verletzen manchmal mehr als Schläge. Wir wählen nicht, wo wir geboren werden. Ich wünsche mir auch mehr Empathie und dass die Menschen mal eine andere Perspektive einnehmen können. Ich wollte mein Land eigentlich nicht verlassen, ich hatte dort ein Leben, ein Umfeld, einen gewissen Status usw.

Auf institutioneller Ebene finde ich wichtig, das Problem anzuerkennen und zu akzeptieren, dass es in der Schweiz Rassismus gibt. Wir beraten auch die Polizei. Wenn sieben weisse Menschen und ein Schwarzer an der Bushaltestelle stehen, aber nur der Schwarze kontrolliert wird, dann handelt es sich wahrscheinlich um das rassistische Racial Profiling.

Fazit

Wir haben ein Rollenspiel gemacht und die verschiedenen Strategien angewendet. Ich sollte ihn beleidigen, was mir unangenehm war. Deshalb haben wir eine andere rassistische Situation durchgespielt: Mehrmals zu fragen, woher die andere Person kommt und nicht zu akzeptieren, wenn sie behauptet, sie komme aus der Schweiz.

Sherefedin hat dann jeweils seinen Wohnort angegeben. Mir ist bewusst geworden, was die verschiedenen Strategien bewirken. Bei der dritten fühlte ich mich entlarvt und wurde mir bewusst, dass das hartnäckige Fragen nach der echten Heimat rassistisch ist.

Für ihn ist es nicht schlimm, wenn man ihn nach seiner Herkunft fragt. Er empfindet Eritrea als seine Heimat und ist seit acht Jahren in der Schweiz. Jemand, der in der Schweiz geboren ist und das Herkunftsland seiner Eltern, des Elternteils oder gar seiner Vorfahren nicht kennt, fühlt sich eher diskriminiert.

Er selbst hat vor einigen Jahren bei der Arbeit auch schon jemanden nach seiner «wirklichen» Herkunft gefragt und gemerkt, dass es dieser Person unangenehm war. Wir alle machen Fehler und können dazulernen – ein Leben lang.

Vom Gespräch mit Sherefedin konnte ich drei Dinge mitnehmen:

  • Erstens ist das Nach- und Hinterfragen eine gute, gewaltfreie Strategie, um auf Rassismus zu reagieren.
  • Zweitens ist bei Rassismus in der Öffentlichkeit das Einschreiten als Zeug:in wichtiger als die konkrete Formulierung.
  • Drittens können wir uns am besten auf das richtige Verhalten vorbereiten, indem wir es in einem Rollenspiel üben.

Das bestätigt mich darin, am Online-Kurs «Argumentieren gegen Stammtischparolen» von Amnesty International teilzunehmen. Weitere Kurse findet man auf ncbi.ch oder der Weiterbildungsplattform des Beratungsnetzwerks für Rassismusopfer.

Wer sich in das Thema vertiefen möchte, findet im Verzeichnis alle verwendeten Quellen. Wollen Sie Ihre Texte von einer Fachperson überprüfen oder schreiben lassen? Mit meinem Diversity-Lektorat sorge ich für inklusive, antirassistische Texte. Mehr erfahren Sie im Blogartikel zum Thema Inklusive Sprache – Fragen und Antworten.

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Quellenverzeichnis

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Arndt, S. (2011b). Rassismus. In S. Arndt & N. Ofuatey-Alazard (Hrsg.), Wie Rassismus aus Wörtern spricht. (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache (1., S. 37–43). Unrast.

Beldner, A., & Dean, M. D. (2021). Der Sommer, in dem ich Schwarz wurde. Atlantis.

Brotz, S. (2020a, 12. Juni). Jetzt reden wir Schwarzen. In SRF Arena. https://medien.srf.ch/-/-arena-jetzt-reden-wir-schwarzen

Brotz, S. (2020b, 19. Juni). Jetzt sitzen wir an einen runden Tisch. In SRF Arena. https://www.srf.ch/play/tv/arena/video/jetzt-sitzen-wir-an-einen-runden-tisch?urn=urn:srf:video:2472bffa-a472-48c2-b96f-ac7e568318e4

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Hallaschka, S. (2021, 29. Januar). Das Ende der Zigeunersauce: Ist das ein notwendiger Schritt? In WDR – Die letzte Instanz Der Meinungstalk mit Steffen Hallaschka. https://www.youtube.com/watch?v=v32zQTd7JwA

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